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Betreuungsleistungen - Frist verlängert

Erhalten Sie Leistungen der Pflegeversicherung und werden Sie zu Hause gepflegt?

 

Dann haben Sie bereits ab dem Pflegegrad 1 einen Anspruch auf den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung in Höhe von 1.500 Euro jährlich.

Dies sind zusätzliche Unterstützungsleistungen für alle Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad und deren Angehörigen. Damit sollen die pflegenden Angehörigen entlastet werden.

Sie können den Entlastungsbetrag für die

  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Betreuungsangebote

einsetzen.

  

Betreuungsangebote können zum Beispiel sein:

  •  Hilfen im Haushalt
  • Spaziergänge
  • soziale Angebote der anerkannten ambulanten Pflegedienste
  • Begleitung zu Ärzten und Behörden
  • Konzertbesuche
  • Betreuung durch Alltags- und Pflegebegleiter

  

Wer darf die Entlastungsleistungen erbringen?

 

Alle Anbieter, die nach dem jeweiligen Landesrecht zugelassen sind. Dies sind in der Regel

  • ambulante Pflegedienste und
  • zugelassene Betreuungsdienste.

Wenn Sie einen Betreuungsdienst beauftragen möchten, fragen Sie nach, ob er mit den Pflegekassen Entlastungsleistungen abrechnen kann.

Immer wieder erfahren wir, dass besonders ambulante Pflegedienste oft keine Kapazitäten haben, um diese Leistungen zu erbringen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie auf die Leistungen verzichten müssen.

 

Auch Privatpersonen können unter bestimmten Voraussetzungen Entlastungsleistungen erbringen, die mit der Pflegeversicherung abgerechnet werden können. Allerdings sind die Regelungen je nach Pflegekasse sehr unterschiedlich.

 

In der Regel ist die Voraussetzung eine Schulung für Alltagsunterstützer- und Betreuungskräfte, damit eine fachlich hochwertige Betreuung sichergestellt werden kann. Mittlerweile werden immer mehr entsprechende Kurse angeboten.

 

Fragen Sie am besten bei ihrer Pflegekasse nach, auf was Sie achten müssen, wenn Sie den Entlastungsbetrag für ein selbst beschaffte Betreuungsperson einsetzen möchten. Ihre Pflegekasse nennt Ihnen auch Schulungsangebote für Alltagsunterstützer.

 

Besonderheit bei Pflegegrad 1

 

Bei den Pflegegraden 2-5 dürfen Sie die Entlastungsleistungen ausdrücklich nicht für Leistungen im Bereich der Selbstversorgung, wie z. B. Körperpflege und Ankleiden einsetzen. Wenn bei Ihnen der Pflegegrad 1 anerkannt worden ist, dürfen Sie die Entlastungsleistungen auch für diese Leistungen einsetzen.

 

Ein Beispiel:
Sie versorgen sich eigentlich selbst. Nur beim Duschen 1x pro Woche brauchen Sie Unterstützung. Hier können Sie einen ambulanten Pflegedienst beauftragen und für die Kosten den Entlastungsbetrag einsetzen.

 

Höhe des monatlichen Anspruchs

 

Alle Personen, die von der Pflegeversicherung den Pflegegrad 1-5 zuerkannt bekommen haben, haben pro Monat einen Anspruch auf Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro. Das ergibt 1.500 Euro pro Jahr. Wenn Sie den Betrag nicht ausgeschöpft haben, verfällt er zunächst nicht. Sie können die Beträge ansparen und weiter nutzen. Bis zum 30. Juni des Folgejahres sollten Sie die 1.500 Euro aus dem Vorjahr verbraucht haben, sonst verfällt die Restsumme.

 

Achtung! Aufgrund der Corona Pandemie gilt zurzeit noch eine Sonderregelung. Ausnahmsweise können Sie die Entlastungsleistungen aus dem Jahr 2019 noch bis zum 31.03.2021 nutzen. Erst dann werden die Restbeträge aus dem Jahr 2019 verfallen.

 

Wie erhalten Sie Entlastungsleistungen?

 

Sie müssen keinen gesonderten Antrag stellen. Wenn Sie mindestens den Pflegegrad 1 zuerkannt bekommen haben, haben Sie Anspruch auf diese Leistungen.

 

Sie bezahlen zunächst die Rechnung selbst und reichen dann diese Rechnung bei Ihrer Pflegekasse ein. Sie erhalten dann bis zu 125€ pro Monat zurück. In der Rechnung muss man erkennen können, welche Entlastungsleistungen Sie erhalten haben. Wenn Sie dazu Fragen haben, rufen Sie uns einfach unter der

0 22 26 – 16 85 17 an.

Wir erklären es Ihnen gerne.

 

Wenn Sie nicht in Vorleistung treten möchten, können Sie bei Ihrem Dienstleister auch eine Abtretungserklärung abgeben. Sie gestatten dann Ihren Anbieter den direkten Datenaustausch mit Ihrer Pflegeversicherung und ersparen Sie so die Vorleistung.

 

Sie haben noch Fragen? Rufen Sie uns einfach an oder schreiben sie uns eine E-Mail. Gerne klären wir mit Ihnen Ihre Fragen.

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 0 22 26 – 16 85 17 und per E-Mail unter kontakt@bicura.de

 

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