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Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Pflegereform 2021 soll kommen – Was ändert sich für Sie als Privatperson?

 

Was verstehen wir unter „zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel"?

 

Das sind Hygieneartikel, die für die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen gebraucht werden. Aufgrund ihres Materials oder aus Gründen der Hygiene dürfen diese Artikel nur einmal verwendet werden.

 

Dazu gehören:

  • Inkontinenzmaterial, wie Schutzhosen und Inkontinenzeinlagen    
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Saugende Einmal Bettschutzeinlagen
  • Mundschutz
  • Schutzschürze
  • Fingerlinge

 

 

Wer hat Anspruch darauf?

 

Anspruch haben alle Menschen mit einem Pflegegrad ab dem Pflegegrad 1. Eine ärztliche Verordnung brauchen Sie nicht.

 

Sie erhalten die Artikel, wenn aus dem Gutachten, welches zur Anerkennung des Pflegegrades angefertigt worden ist, hervorgeht, dass Sie diese Artikel benötigen.

 

Als Beispiel: Sie beantragen Schutzhosen (Inkontinenzmaterial). Dann sollte aus dem Gutachten hervorgehen, dass eine Inkontinenz vorliegt.

Sie reichen entsprechende Rechnungen bei Ihrer Pflegeversicherung ein, die diese dann in der Regel problemlos im Rahmen der Pauschale ersetzt.

 

Was tun – wenn eine Inkontinenz vorliegt, diese aber nicht im Pflegegutachten steht?

 

Manchmal ist das Gutachten schon älter und die Inkontinenz ist erst später dazugekommen. Sie haben dann 2 Möglichkeiten:

 

  1. Stellen Sie bei Ihrer Pflegeversicherung einen Antrag auf das Hilfsmittel „Inkontinenzmaterial“. Dann wird ein Gutachter den Bedarf ermitteln und der Pflegeversicherung gegenüber die Empfehlung aussprechen, Inkontinenzmaterial zu genehmigen, dem die Pflegeversicherung in der Regel folgt.
  2. Wenn erst im Laufe der Zeit eine Inkontinenz dazu gekommen ist, liegt der Gedanke nahe, dass sich der Pflegeaufwand erhöht haben könnte. In diesem Fall lohnt sich ein Änderungsantrag von Pflegeleistungen bei Ihrer Pflegeversicherung.

 

 

Wenn Sie Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne.

Gerne prüfen wir auch, ob sich der Anspruch auf Pflegegeld erhöht hat.

Erreichen können Sie uns über kontakt@bicura.de, telefonisch unter der 0 22 26 - 16 85 17 oder über das Kontaktformular unseres Blogs.

 

Wie hoch ist die Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel?

 

Bis zur Corona Pandemie betrug die Pauschale für 40 Euro im Monat. Im letzten Jahr wurde die Pauschale wegen der Pandemie vorübergehend auf 60 Euro/Monat erhöht. Der Zeitraum wurde bisher bereits mehrmals verlängert, da ein Ende der Pandemie momentan noch nicht absehbar ist.

 

Durch die Corona-Pandemie haben sich die Rohstoffpreise und damit die Preise für die Produkte erhöht. Aufgrund dieser Preissteigerung hat die Bundesregierung im Rahmen der Corona Notverordnungen die Pauschale angepasst.

Aktuell ist die erhöhte Pauschale bis zum 31.12.2021 befristet.

 

Das ist eine gute Nachricht. Laut Eckpunktepapier der Pflegereform 2021 soll ab dem 01. Juli 2021 generell auf 60 Euro pro Monat erhöht werden.

Das bedeutet für Sie, dass Sie ab sofort mit der erhöhten Pauschale rechnen können.

 

 

Gut zu wissen:

 

Die monatliche Pauschale muss nicht monatlich abgerufen werden. Sie verfällt nicht direkt. Sie kann noch nach mehreren Monaten im Nachhinein abgerufen werden. Spätestens am 30.06. des Folgejahres verfällt der unverbrauchte Betrag. Zurzeit ist die Frist bis zum 30.09. des Folgejahres verlängert worden. 

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